Hubert Hehle

Ein Familienunternehmen

Der Mooshof liegt am Pfänder auf rund 1.000 m Seehöhe. Ich durfte ihn von meinem Onkel übernehmen und führe ihn nun gemeinsam mit meinem Sohn Andreas als biologische Landwirtschaft. Diese Vater-Sohn-Firma ist manchmal eine echte Herausforderung – aber gemeinsam schaffen wir das Beste für unseren Hof.

Fam. Hehle

verheiratet mit Annette
Kinder: Wolfgang, Andreas,
Melanie
Betriebsgröße:
inkl. Forstwirschaft - am Pfänderhang, 57 ha2
Kühe:
24 Kühe,
20 Kälber,
7 Hennen, ital. Goggoler,
Katzen
Alpmeister auf der
Alpe Hochbühel Steibis
Hobbies:
Skitouren gehen,
Feuerwehr, Bergrettung,
Wanderer, Pistenraupenfahrer

Hubert Hehle

Hubert Hehle 2013 (191)

Der Pfänder - meine Heimat

Hier oben begegnet man bei einem Spaziergang entweder Hunderten von Leuten – oder man sucht sich Wege, auf denen man mutterseelenallein unterwegs ist. Der besondere Reiz hier oben ist, dass man die Jahreszeiten viel intensiver spürt: im Frühling das Erwachen, im Sommer das fruchtvolle Wachsen, im Herbst die Erntezeit und das langsame Zurückziehen und im Winter etwas mehr Ruhe und Kraft tanken für das neue Jahr. Auch wenn es mich persönlich dann zu den Pistenraupen zieht – das macht wirklich Spaß! (lacht)

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Vater und Sohn

Mit meinem Sohn Andreas zusammen zu arbeiten, ist manchmal eine Herausforderung: Wir sehen oft kleine Dinge ganz anders und erst über ein Gespräch finden wir dann gemeinsam den richtigen Weg. Was ich von ihm lernen kann, ist seine Ruhe – ich denke oft an drei Dinge gleichzeitig, und er geht es einfach ruhiger und bewusster an. (Andreas fügt hinzu) „Ab und zu folgt er, ab und zu nicht (lacht)! Aber ich lerne ständig vom seinem Wissen und seiner Erfahrung. Für mich ist es oft noch neu – mein Papa weiß aber immer, wie’s gehen könnte.“ Für mich ist eine große Erleichterung, dass mich Andreas unterstützt, so kann ich mich auch besser um meine weiteren Ämter, z.B. bei Verein Bio Vorarlberg, kümmern. – „Du gehst einfach leichter, wenn ich daheim bin!“ lacht Andreas.

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Biologische Landwirtschaft

Wir haben uns für die biologische Landwirtschaft entschieden, weil wir immer schon ein bewusster Umgang mit der Ressource Boden wichtig war: wir verzichten auf Kunstdünger und schonen bestmöglich die Bewohner des Bodens – bis hin zu den Regenwürmern (lacht). Den echten Startschuss hat uns aber erst die Vorarlberg Milch ermöglicht mit einer eigenen Marke für biologische Produkte. Die Vorarlberg Milch ist für uns ein guter und verlässlicher Partner, sie sind die letzten Jahren immer zu uns gestanden – in guten, wie auch in schlechteren Zeiten. Für eine hohe Qualität unserer Produkte ist es meiner Meinung nach wichtig, dass es den Menschen am Hof gut geht, aber auch meinen „Mitarbeiterinnen“ im Stall – nur wenn die Kühe gut versorgt sind, können sie auch eine gute Milchqualität liefern.

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Nachbarschaftshilfe wird gross geschrieben

Besonders wertvoll ist für mich die große Nachbarschaftshilfe, die seit über 30 Jahren bestens funktioniert: Wir sind hier am Pfänder drei landwirtschaftliche Betriebe: Familie Kaufmann in Lochau, Familie Rist in der Mitte und wir. Vor allem im Sommer nutzen wir die unterschiedliche Vegetation und dadurch leicht verschobenen Zeiten, in denen z.B. die Heuarbeit anfällt. Alle helfen dem anderen und zur Belohnung gibt es am Abend immer einen Wurstsalat von der Bäuerin! Gemeinsam geht es einfach besser! Für die Zukunft des Hofes ist mir wichtig, dass wir auf den Grundsteinen, die wir gemeinsam gelegt haben, weiter aufbauen und wirtschaften. Ich bin gerne Landwirt, weil ich hier mein eigener Chef bin. Es gibt zwar viele Tage mit wirklich viel Arbeit, aber vor allem im Winter gibt es immer wieder Tage, die wir etwas ruhiger angehen können. Ich fühle mich hier als Biobauer und Forstwirt einfach wohl. Wir arbeiten in und mit der Natur und das macht mir einfach Spaß – das ist wirklich mein‘s!

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